19.7.07

Spannende Reise Teil2




Derjenige der, geglaubt hat, dass Mikeys Reiseerlebnisse der letzten Zeit nicht mehr zu toppen wären, hat sich wirklich geirrt.

Viele Leute kennen sicher das Erlebnis am Flughafen, wenn man schon spät dran ist und vielleicht sogar ausgerufen wird. Ebenso gibt es sicher einige, die sich gefragt haben, ob man ein Flugzeug wirklich verpassen kann.

Um die unerträgliche Spannung vorwegzunehmen: Erwischt habe ich den Flieger.

Aber: Die ultimative Anleitung inkl. Zeitplan, wie man es schafft, dass ein Lininenflugzeug wegen einem 10 Minuten verspätet abhebt folgt nun:

1) 18:30 Uhr: Wissend, dass das Flugzeug um 21.40 abhebt, liege man noch gemütlich unter dem Eiffelturm.

2) 18:37 Uhr: Schweren Herzens dreht man sich nochmal auf die andere Seite; immerhin sollte man ja bald man los zum Flughafen.

3) 18:45 Uhr: Der Zeitpunkt zum Aufbruch ist gekommen: Noch einmal dem Eiffelturm winken und auf gehts ins Hotel um das Gepäck zu holen.

4) 19:20 Uhr: Noch schnell eine kurze Shoppingtour nahe dem Hotel

5) 19:30 Uhr: T-Shirt fertig probiert und gekauft: Jetzt gehts aber wirklich zum Hotel.

6) 19:35 Uhr: Koffer holen und dann langsam zur Metro-Station schlendern.

7) 19:50 Uhr: Merken, dass eine Metro wirklich so voll sein kann, dass nicht einmal Platz für einen Mikey ist und man auf die nächste warten muss.

8) 19:55 Uhr: Die nächste Metro unbedingt nehmen! Sonst wird es wirklich knapp.

9) 20:10 Uhr: Realisieren, dass der Fahrkartenautomat nicht am Bahnsteig ist, sondern 10 Minuten entfernt außerhalb des Bahnhofs.

10) 20:22 Uhr: Abfahrt Richtung Flughafen CDG in 6 Minuten und nach einer kurzen Zeitrechnung langsam merken: Es wird knapp.

11) 21:02 Uhr: Ankunft Flughafen

12) 21:12 Uhr: Nach Dauersprint doch noch am Check-In des Terminal 3 angekommen.

13) 21:13 Uhr: Verzweifelt feststellen, dass die Geldbörse zwischen 20:10 Uhr und 20:22 Uhr einen glücklichen neuen Besitzer gefunden hat. Weiters realisieren, soeben ohne Geld, Kreditkarte, Personalausweis und Pass in einem anderen Land zu sein, 27 Minuten vor dem Abflug.

14) 21:15 Uhr: Polizeistation Charles De Gaulle: Den netten Polizeibeamten, des Englischen nicht mächtig, versichern, dass man wirklich Michael Waldegg ist und kein Schwerverbrecher.

15) 21:16 Uhr: Die Polizei kauft dem vermeintlichen Verbrecher nichts ab und prüft das ganze nochmal im Interpol.

16) 21:22 Uhr: Mit einer Ausreisegenehmigung nochmals schnell zum Check-In: Immerhin muss das Gepäck ja auch noch aufgegeben werden. Damit da ganze spannender wird: Hören, wie der Head Office Mitarbeiter den Flug aufhält.

17) 21:30 Uhr: Im Bus auf dem Weg zum Flieger Kreditkarte und Bankomatkarte sperren lassen.

18) 21:35 Uhr: Flieger betreten, wissend, dass einen ca. 80 andere Reisende verachten.

19) 21:50 Uhr: Abflug CDG, 10 Minuten verspätet.


Nachahmen wird natürlich, auch wenn es spannend ist, nicht empfohlen. Überhaupt passiert sowas eh nur einem Mikey.

Übrigens: Paris war traumhaft schön.

P.S. an den Dieb: Freut mich, dass du (laut Mastercard Austria) einen schönen Abend in einem Striplokal hattest. Ebenso hoffe ich, dass du bei den 2 Champagnerflaschen wenigstens einmal auf mich angestossen hast. Was du im Sex-Shop gekauft hast, ist leider laut Rechnung nicht nachvollziehbar.
Wegen den 1.200 Euro, die du abgehoben hast: Fahr wenigstens ins Magic-Life-Land um das Geld. Dann bin ich weniger traurig.

12.7.07

Shuffleboard? Zigaretten? Djerba!




Shuffleboard?

Ja, jeder der ihn kennt, weiß, dass ein Mikey in seinem Leben von nichts anderem geträumt hat, als einmal Magic-Life-Shuffleboard-Weltmeister zu werden.

Nur so und nicht anders kann sich die Menschheit erlären warum ein Mikey die letzten 6 Jahre 6 Mal in Magic-Life Clubs war.

Und da man den Titel nur mit einem starken Partner holen kann, wurde auch noch schnell ein Hoppe für die Reise verpflichtet.

Ebendieser Hoppe musste leider krankheitsbedingt der Shuffleboard-Weltmeisterschaft fernbleiben, aber ein ca. 8-jähriges Kind war ebenso ein guter Ersatz und shuffelte sich mit einem Mikey auf den wohlverdienten 1. Platz.

Gerade deshalb belohnten sich die zwei Urlauber mit einem Mopedausflügchen, bei dem die 80km/h Anzeige des Tachometers genauer überprüft und für richtig befunden wurde.
Durch den Geschwindigkeitsrausch bemerkten die Beiden nicht die Sackgasse inkl. 10 tunesischer Jugendlicher, die ebendort auf Trotteln wie uns und ein kleines Taschengeld warteten.

Was? Kein Geld dabei?

Und noch nie freute sich ein Hoppe so sehr über Mikeys Nikotinsucht, der sich bereitwillig und
froh von seinen Zigaretten trennte und sie der hungrigen Meute zuwarf.
Besänftigt und glücklich ließen sie von uns ab.

Um die verlorenen Zigaretten wieder zurückzubekommen, nahm deshalb ein Mikey einfach mal 2 Stangen Tschick zu viel mit in den Flieger nach Hause - sehr zur Freude der heimischen Zollwachebeamten in Salzburg, die sich schon stundenlang auf den einzigen Urlaubsflieger an diesem Tag gefreut hatten und nur darauf warteten in Mikeys und Hoppes Schmutzwäsche herumgraben zu dürfen.

Wahrscheinlich durch die Tatsache enttäuscht, dass es man keinen großen Fang gemacht hatte übersahen die netten Herren mal eben eine weitere Flasche Vodka und ein paar Packerln Tschick zuviel.

Selbst die abgedrehtesten Geschichten eines Mikeys ließen die beiden "Den-Schmäh-kennen-wir-schon"-Beamten eher unberührt und schickten einen Mikey unter Gelächter auf eine Reise zum Bankomaten durch Salzburg, da jener am Flughafen eines Defekts erlegen war.

Eine Stunde Zeit und 86€ ärmer, dafür mit den teuersten Zigaretten Österreichs bewaffnet erreichte man doch noch froh Wien.

Achja und Djerba war auch ganz schön... und ist laut Hoppe eine Insel.

P.S.: Ein paar Djerba-Impressionen in Videoform

Hoppe mit leichtem Damenspitz

2.7.07

I'm going down.... And you are going down with me!



Nach dem gestrigen Fallschirmsprungspektakel hier der offizielle Bericht von niemandem Geringeren als Gastkommenator G1zz:

Nachdem Gustl, Bruder des grossen Ewax zu seiner Promotion von Freunden mit einem Fallschirmsprung-Gutscheinchen beglückt worden war, diese aber kollektiv die Teilnahme verweigerten, formte sich in den letzten Monaten ein schlagkräftiges Team, um Gustl nicht ganz alleine aus einem Flugzeug springen zu lassen.

Nach harten Verhandlungen und zahllosen Zu- und dann "lieber-doch-nicht"-Absagen standen schlußendlich sechs mutige Athleten am Sonntag, den 1.7.07 bereit, um ins tiefste Burgenland zu reisen.

Ein starkes Team braucht selbstredend auch einen würdigen Namen, weshalb wir uns in Anlehnung an Spidermans schrecklichste Gegner "Sinister Six" tauften. Aus Mikey, Mc Berty, Ewax, Gustl, G1zz und lil'luv wurden Doctor Octopus, Mysterio, Sandman, Hobgoblin, Electro und The Vulture.

Die strapaziöse Anreise nach Punitz im Südburgenland sollte bei weitem nicht die Halbzeit unseres Automarathons bedeuten. Angekommen und bereit ihr Leben zu riskieren mussten die Sinister Six den ersten Rückschlag einstecken, als ihnen ein nicht mal halblustiger, mit Damenspitz ausgerüsteter, ungarischer Kellner-Oldie im Springer-Beisl mitteilte, dass nicht geflogen werden kann, weil das hierfür unverzichtbare Fluggefährt seiner Altersschwäche erlegen war.

"Wie jetzt?", "Und mit so einem Scheiss kamma a Gööd verdienen?" waren noch die harmloseren Kommentare der enttäuschten Athleten. Nachdem Captain Electro aka G1zz ein Handtelefon mobilisierte, um mit Fallschirmgott und Organisator Skywolf ein klärendes Gespräch zu führen, tauchte Licht am Ende des Tunnels auf.
Durch ein Kommunikationsmissverständnis wurden die Sinister Six nämlich in den Süden gelockt, obwohl die Final Destination eigentlich knappe 300km weiter nördlich gelegen war. Nach kurzer Besprechung war allen klar: wenn wir es heute nicht springen, dann wohl nie!

Um 14.30 Uhr starteten die 6 Gentlemen also erneut ihre Engines, um knappe drei Stunden später in Fromberg an der tschechischen Grenze einzutreffen. Am Weg dorthin mussten die Sinister Six allerdings ihren Namen in Sinister Five ändern, nachden Mysterio seinen Namen zum Programm machte und aus mysteriösen Gründen zur Aufgabe gezwungen wurde. Offizieller Grund: Keine Freischaltung von der Zentrale...




Die Vorbereitung zum Sprung ins Nichts wurde von den verbliebenen Draufgängern auf unterschiedlichste Weise gestaltet: Während Mikey und Gustl nicht zu stoppen waren und eine Wuchtel nach der anderen zum Besten gaben, zogen sich Electro und Vulture zurück, um sich etwas Mut anzutrinken bzw. das Leben in aller Stille Revue passieren zu lassen.
Schliesslich hatte jeder einen abgebrühten Tandem-Kollegen an seiner Seite und wurde in aller Kürze auf das drohende Unheil vorbereitet.




Verwirrt/euphorisch/angeheitert begab man sich zum Fetenbomber, der uns in über 4000m Höhe von Bord werfen sollte. Spätestens als sich in 3980m Höhe die Hintertür öffnete und wir von unseren Tandem-Freunden ebenfalls von hinten hart rangenommen wurden, um zu einer Einheit zu verschmelzen, ging dem einen oder anderen etwas der Reis... doch sobald die Sinister Five das Flugzeug via Rückwärtssalto verlassen hatten und innerhalb von wenigen Sekunden auf über 200km/h beschleunigt hatten, war die Angst verflogen und es regierten Euphorie und Gaudee. Sicher gelandet und im kollektiven Höhenrausch begab man sich zu den Autos, um sich in Wien befeiern zu können.



Beinahe wären von den ursprünglichen Six nur ein Sinister Duo übrig geblieben, doch Electro konnte durch einen starken Reflex den Terroranschlag eines gscherten 90-jährigen Autofahrers parieren.



In einem Szenelokal des Wiener Würstchenpraters genehmigten sich die harten Jungs 2, 3 Bier und noch mehr Sangria und Wodka, womit die 620km lange Irrfahrt durch Österreich einen würdigen Ausklang fand.

Good night and good luck, euer Electro aka G1zz